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Die Menschen müssen zu Hause bleiben, und die Weiterbildung kommt digital zu ihnen“ - so VHS-Direktorin Loana Huth. Lesen Sie im Artikel der Heilbronner Stimme, wie die Volkshochschulen die Corona-Zwangspause mit digitalen Angeboten füllen:
"Digitalisiert statt infiziert"

18 Jahre lang stand Brackenheims Bürgermeister Rolf Kieser als Zweckverbandsvorsitzende an der Spitze der VHS Unterland. Zum 29.02.2020 ist er aus seinem Bürgermeisteramt ausgeschieden. Satzungsgemäß endete damit zugleich seine Tätigkeit als Verbandsvorsitzender. Die deshalb erforderlichen Wahlen im Rahmen einer außerordentlichen Verbandsversammlung brachten folgendes Ergebnis: Neuer VHS-Verbandsvorsitzender ab 01.03.2020 ist Brackenheims neuer Bürgermeister Thomas Csaszar. Sein Stellvertreter ist Bürgermeister Michael Folk, Offenau.

Wir danken Rolf Kieser, BM a.D., sehr herzlich für seine Tätigkeit, die er mit viel Herzblut, Klugheit, Elan, Bedacht und Energie geleistet hat. Auf die Zusammenarbeit mit BM Thomas Csaszar und BM Folk freuen wir uns sehr!

Frau Elisabeth Asche ist als Interims-Direktorin verabschiedet worden, und Frau Loana Huth nach gut einjähriger Elternzeit zurückgekehrt.

Presseartikel der Heilbronner Stimme: „Vom Saulus zum Paulus“

„Freiheit und ich“ lautete der Titel der Ausstellung der Nemetschek-Stiftung, die im Rathaus in Gundelsheim zu sehen war. „Freiheit und ich“ war auch das Thema des Konzertabends mit Sergio Vesely am Donnerstag, 20. Februar 2020.

Bereits in ihrer Begrüßung warf Bürgermeisterin Heike Schockatz die Frage auf, ob wir bereits zu verwöhnt sind und die Freiheit, die wir haben schon gar nicht mehr zu schätzen wissen. Im Anschluss daran eröffnete Sergio Vesely, der gebürtig aus Chile stammt und dort während seiner Haft unter der Militärdiktatur zum Liedermacher wurde, den Abend mit einem Gedicht von Nelson Mandelas

„Frei zu sein bedeutet nicht nur, seine eigenen Fesseln zu lösen, sondern ein Leben zu führen, das auch die Freiheit anderer respektiert und fördert.“.

In zahlreichen Liedern beschreibt Vesely seine persönliche Freiheit und seine Geschichte. Seine Musik ist mal mitreißend und gut gelaunt, mal melancholisch und nachdenklich. Im Rahmen des Konzertabends erhalten auch die Teilnehmenden des Lehrgangs „Bildungsjahr für erwachsene Flüchtlinge (BEF Alpha)“ die Möglichkeit ihre Sicht auf Freiheit zu teilen. Für sie ist Freiheit die Möglichkeit zu reisen, ihre Religion auszuleben, die eigene Muttersprache ohne Angst zu sprechen und alleine das Haus verlassen zu können.

Der Konzertabend in Gundelsheim bewegt und regt zum Nachdenken an. Ein Abend, der den Zuhörer/innen sicherlich noch lange im Gedächtnis bleiben wird.

 

Bild:  Peter Lahr, freier Journalist

Die drei größten Volkshochschulen im Raum Heilbronn arbeiten bei Ihrem neuesten Projekt zusammen. Gemeinsam bieten die VHS Heilbronn, die VHS Unterland und die VHS Neckarsulm ein Programmheft voll mit Kursen zur beruflichen Weiterbildung.

Hier der vollständige Artikel der Heilbronner Stimme.

 

Ein volles Haus begrüßt Claudia Majores, Außenstellenleiterin in Untereisesheim, im Namen der VHS Unterland an diesem Abend in der Frankenhalle. Sie erzählt, wie sie selbst durch Nadine Schubert inspiriert wurde. Seit sie sich mit dem Blog und den Büchern von Nadine Schubert informiert hat, versucht sie selbst im Alltag Plastik zu reduzieren. Außerdem ist Claudia Majores verantwortlich für die Einführung der Kampagne „Plastikfrei einkaufen“ in Untereisesheim. Unterstützt wurde sie dabei von allen Untereisesheimer Einzelhändlern und dem Bürgermeister, Bernd Bordon.

„Dass ich über das Thema Plastik gestolpert bin war eigentlich ein Unfall“, berichtet Nadine Schubert im Anschluss an die Begrüßung. Ihr eigener Weg zu plastikfreiem Leben begann 2013 mit einem Fernsehbeitrag über Plastikmüll. Sofort stand für sie fest, dass sie etwas ändern muss und entschied das auch gleich für ihre Familie mit. Sie startete den ersten deutschen Blog zum Thema „Besser leben ohne Plastik“ und schrieb seitdem 2 Bücher. Viele Tipps hat sie selbst damals von ihrer 90-jährigen Tante erhalten, zu deren Zeit es nur wenig Plastik gab. Viel hat sie sich selbst als Alternativen gesucht. Für die Zuhörer/innen hat sie an diesem Abend einige Tipps und Rezepte im Gepäck, die sie mit viel Humor teilt. Dass beispielsweise der Backofen der beste Brotkasten ist, wenn man beim Vorheizen daran denkt es herauszunehmen, erzählt sie mit einem Grinsen.  

„Glas statt Plastik, lose statt verpackt, Seife statt Duschgel und verweigern statt verzichten“ ist auf ihrer Folie zu lesen. Nadine Schubert nennt zahlreiche Beispiele: Milch in Glasflaschen, Quark im Glas, Obst in Baumwollnetzten, Brot im Baumwollbrotbeutel, Seife für Haare, Hände und Körper. Am wichtigsten aber ist ihr der letzte Punkt, denn sie sagt: Sie verzichtet auf nichts, sie entscheidet sich nur bewusst gegen Plastik. Gummibärchen gibt es bei ihr eben aus dem Gummibärchenladen im Glas, Toilettenpapier wird im Jahresvorrat bestellt, Frischkäse wird selbst gemacht und als Nebenprodukt entsteht dabei auch gleich noch die Grundlage für den selbstgemachten Badreiniger.

Auf der letzten Folie ist zu lesen: „Es ist nicht wichtig, womit man anfängt, sondern dass man anfängt.“ Nadine Schubert brennt für das Thema und das kommt auch beim Publikum an.

Helden ohne Hass - Bewegender Abend im ehemaligen Parteiheim der NSDAP

"Ich werde Sie nicht langweilen" verspricht Tim Pröse vorab. In der Baukelter in Weinsberg, dem ehemaligen Parteiheim der NSDAP, las er am Donnerstag, den 14. März aus seinem Buch "Jahrhundertzeugen". Ein voller Saal und doch eine intime Lesung. Die Kooperation zwischen der VHS Unterland, der Stadtbücherei Weinsberg und dem Justinus-Kerner-Gymnasium Weinsberg hat viele junge Gesichter in die Baukelter gelockt. Und die will der Autor erreichen, die spricht er an: "nicht wegen Hitler, sondern wegen der Helden, denen Ihr Eure Freiheit zu verdanken habt!"

Mit brüchiger Stimme erzählt er von seinen Gesprächen mit Inge Scholl, der Schwester von Hans und Sophie Scholl. Von der Atmosphäre auf dem Friedhof bei der Beisetzung der Geschwister Scholl, von dem Lorbeerkranz auf deren Grab. "Stellen Sie sich das vor! Ein Lorbeerkranz auf dem Grab von Verrätern. Was für ein Zeichen!" Er erzählt von Sophie Scholl, die sich hätte retten können, wenn sie sich von ihren Prinzipien und ihrem Bruder distanzieren hätte. Die auf ihrem letzten Gang zur Hinrichtung von der Mutter "Bredle" zugesteckt bekam. Im Angesicht des Todes tröstete sie ihre Mutter: "Ach Mutter, die paar Jährle, bis wir uns wiedersehen." Die jungen Leute, die nach ihnen kommen würden, die sollten aufgerüttelt werden, das war ihr Trost. Und das Publikum, jung wie alt, ist aufgerüttelt, bewegt und berührt.

 

18 Zeitzeugen hat Tim Pröse interviewt. Zum Beispiel den Soldaten Kurt Keller, der am D-Day gegen die Amerikaner kämpfte. Mit dem Autor kehrt er zum ersten Mal zurück in die Normandie und beschreibt das Unbeschreibliche. "Gott mit uns" stand auf der Schnalle seiner Wehrmachtsuniform. „Aber das war nur eine Lüge von Hitler.“ Er desertierte. Kaum ein Auge bleibt trocken bei den intensiven Schilderungen des Autors.

Auf die Frage, warum Sie nicht zurück gehasst haben, antworteten fast alle, die der Autor befragte und begleitete, so oder ähnlich: "Wenn wir zurück hassen würden, hätte Hitler doch noch gewonnen." Dies macht das Buch und den Abend zu einem Aufruf gegen den Hass: "Lasst euch nicht vom Hass anderer instrumentalisieren!" Als er das Buch schrieb, wusste er nicht, dass das Thema so aktuell werden würde. Und auch, wenn die Zeitzeugen sorgenvoll in die Zukunft blicken, können die Helden von damals auch in unserer Zeit Vorbilder sein.

Ob er etwas fürs Leben gelernt habe, möchte eine Schülerin wissen. Das hat er. Erinnern ist wichtig und es ist keine Frage der Schuld: „Ihr müsst euch nicht schuldig fühlen!“

Gut, dass Herr Pröse kein Latinum hatte und daher Autor werden musste, statt Geschichtslehrer. Das Buch und die Auswahl der interviewten Menschen war Herzenssache ¬ und das merkt man.

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