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In unserer Außenstelle in Bad Rappenau diskutierten rund 20 Teilnehmende online über Wege in die Gemeinwohlökonomie.

Zwar bestimmt Corona derzeit unser Leben, doch einige politische und gesellschaftliche Aktivitäten zum Schutz unseres Klimas rücken zunehmend in den Fokus unserer Aufmerksamkeit. Wie aber können konkret Gemeinden, Organisationen, Unternehmen, aber auch einzelne Bürger ins Handeln kommen? Darum ging es auf Einladung der VHS Unterland und der Stadt Bad Rappenau in einem Online Workshop am 5.5. zum Thema „Gemeinwohlökonomie“ (GWÖ).

Geleitet wurde dieser vom Heidelberger Joachim Langer, seit 2018 selbstständig für die GWÖ tätig. Eingefunden hatten sich rund 20 Teilnehmer*innen aus Bad Rappenau, Bad Wimpfen und Heilbronn, darunter Gemeinderätinnen, Rathausangestellte und Unternehmer. Nach einer Erläuterung des ökologischen Fußabdrucks und der Tatsache, dass, wenn die gesamte Menschheit unseren Wohlstand leben würde, 3 Erdkugeln notwendig wären, stellte der Dozent die Frage nach den Ursachen der Klimakrise. Hauptverursacher ist unser derzeitiges Wirtschaftssystem, ausgerichtet auf ungebremstes Wachstum und Gewinnmaximierung. Ein alternatives System bietet die GWÖ an. Vor 11 Jahren vom Österreicher Christian Felber gegründet, ist sie inzwischen zu einer weltweiten Bewegung geworden – mit 11 000 Unterstützenden und 4000 Aktiven.

So werden z.B. Firmen, anstelle einer allein auf betriebswirtschaftlichen Grundlagen erstellten Bilanz, hinsichtlich Werten wie Menschenwürde, Solidarität und Gerechtigkeit, ökologischer Nachhaltigkeit sowie Transparenz und Mitbestimmung bewertet. Neben Firmen wie VAUDE (Outdoorausrüster), Sonnentor (Tees und Gewürze), taifun (vegane Lebensmittel) lassen sich inzwischen auch Banken (Sparda-Bank München), Krankenkassen (BKK ProVita), Organisationen (Greenpeace; dwp; bioland) sowie Waldorfschulen, Städte (Münster) und Kreise (Höxter) nach den GWÖ-Kriterien bewerten bzw. richten ihre Tätigkeiten nach GWÖ-Kriterien aus. Kriterien sind z. B. ein fairer Handel und ein Lieferkettengesetz. „Punkte“ erhält man beispielsweise auch für Fortbildungen für Mitarbeiter*innen, für gesellschaftliches Engagement, aber vor allem für ökologischen Maßnahmen. Eine GWÖ-Bilanz mit hoher Punktzahl könnte erstrebenswert sein, wenn die Landesregierungen und eine neue Bundesregierung ihre Verfassungen ernstnehmen, so besagt z.B. Artikel 151 (1) der bayrischen Landesverfassung: „Die gesamte wirtschaftliche Tätigkeit dient dem Gemeinwohl“ und wenn GWÖ bilanzierte Unternehmen dann auch in den Genuss von Vergünstigungen als Anreiz kämen.

Über 2 Stunden lauschten die Teilnehmer*innen aufmerksam den Ausführungen Langers, diskutierten lebhaft mit und brachten sich ein. Jeder kann einen Beitrag leisten, jeder kann sich mit seinem Wissen, seinen Erfahrungen und seinem Netzwerk in den kooperativen und ergebnisoffenen Prozess der GWÖ einbringen. In jedem Fall, muss sich unser wirtschaftliches Handeln ändern, um unsere Erde zu bewahren und „gutes Leben für alle“ zu erreichen, schloss Langer seine Ausführungen. Die GWÖ mit ihrer konkreten Handlungsanleitung bietet eine Chance für diese „Transformation“. (www.ecogood.org)

Im Mai 2019 fand der erste vhs-grillMOOC (Massive Open Online Course) statt und lud zum Mitgrillen ein:

In der vhs.cloud vier Wochen online Wissen rund ums Grillen vertiefen und bei Live-Events vor Ort mitgrillen. Hier sind alle Infos, Mitschnitte, Rezepte, Links...zusammenfasst, damit auch nach Ablauf des MOOC's die wertvollen Inhalte verfügbar bleiben.

Zu den Inhalten des vhs-grill-MOOC

Im Gegensatz zu gängigen Grill-Shows und -Kursen, bei denen es meist nur um neue Rezepte und Spaß am Grillen geht, wurden im grillMOOC der Volkshochschulen auch andere Themen angesprochen.

So wurden die gesundheitlichen und ökologischen Aspekte des Grillens wissenschaftlich beleuchtet, es wurden Grill-Technik und -Zubehör markenunabhängig vorgestellt und bewertet, unterschiedliche Brennmaterialien betrachtet und der Blick neben passenden begleitenden Getränken auch auf Grill-Rezepte und -Techniken anderer Länder geworfen und gemeinsam mit Teilnehmer*innen aus anderen Kulturen gegrillt.

Hier geht's zu den Videos, Rezepten, Linklisten und Lernbausteinen mit Quiz

 

P.S.: MOOC steht für Massive Open Online Course. Was das bedeutet, erfahren Sie in diesem kurzen youtube-Film der Bundeszentrale für politische Bildung:

"Was sind eigentlich MOOCs?"

Über 4 Millionen Menschen haben im Jahr 2019 im Südwesten an Veranstaltungen der Volkshochschulen und der kirchlichen Erwachsenenbildung teilgenommen.1

In diesen Tagen erstellen wir die Statistik für 2020. Coronabedingt werden die Zahlen geringer ausfallen als für 2019. Trotz allem spüren wir Ihren Willen, wieder an und in der VHS zu lernen. Hoffentlich geht das bald wieder Wir freuen uns schon auf Sie!

Hier finden Sie alle Infos rund um die Kursdurchführung in Corona-Zeiten: www.vhs-unterland.de/corona

 

1 https://www.zeit.de/news/2021-03/23/volkshochschulen-und-kirchliche-angebote-grosses-interesse?xing_share=news,
www.statistik-bw.de/Presse/Pressemitteilungen/2021068

Neben Frau Elke Hettler, bereits erfahrene Außenstellenleiterin an unserer VHS, ist Frau Lisa Müller nun als zweite Außenstellenleiterin in Lauffen am Neckar tätig. Die beiden teilen sich die Aufgabe und stehen allen VHS-Interessierten als Ansprechpartnerinnen gerne zur Verfügung. Kontakt

Frau Hettler betreut die Bereiche Gesundheitsbildung, Kultur & Gestalten, Berufliche Bildung, Medien & IT. Frau Müller ist zuständig für die Bereiche Mensch, Gesellschaft & Umwelt, Sprachen, und junge VHS.

Wir wünschen beiden viel Freude bei der Arbeit im Team – in außergewöhnlichen Zeiten. Aufgrund der Corona-Krise ruhen die Präsenzkurse an der VHS, und eine persönliche, festliche Begrüßung vor Ort konnte nicht wie gewohnt stattfinden. Die Einarbeitung per Videokonferenz funktioniert aber auch so sehr gut.

Wir alle hoffen, dass wir möglichst bald wieder in den regulären Kursbetrieb übergehen können. Frau Hettler und Frau Müller planen schon fleißig das Programm für die kommenden Monate und das kommende Semester. Bitte bleiben Sie Ihrer VHS-Außenstelle in Lauffen treu! Aktuell sind wir mit online-Angeboten für Sie da.

Pressemitteilung des VHS-Landesverbands Baden-Württemberg

Corona gefährtet die Volkshochschulen

„Die Volkshochschulen brauchen dringend weitere finanzielle Unterstützung, sonst sind sie in ihrer Existenz gefährdet. Damit Volkshochschulen ihren gesellschaftlichen Auftrag jetzt und auch nach der Corona-Krise erfüllen können, müssen ihre massiven Einnahmeverluste ausgeglichen werden“, fordert Fritz Kuhn, Vorsitzender des Volkshochschulverbands Baden-Württemberg.

Mit Beginn des zweiten Lockdowns wurde der Präsenzunterricht an den Volkshochschulen in Baden-Württemberg zunächst teilweise, später fast vollständig untersagt. Durch diese massiven Einschränkungen im Betrieb verbuchten die Volkshochschulen bereits 2020 hohe Defizite, die noch nicht gedeckt sind. Und allein für den Zeitraum von Januar bis März 2021 rechnen die Volkshochschulen mit einem Einnahmerückgang von 75 Prozent. Um drohende Insolvenzen abzuwenden, sind sie deshalb dringend auf weitere finanzielle Unterstützung des Landes angewiesen. 

Die vielfältigen digitalen Angebote und Formate, die in den letzten Monaten erfolgreich an den Volkshochschulen erprobt wurden, ersetzen lediglich einen kleinen Teil des regulären Kursbetriebs: Nur rund 14 Prozent der üblichen Präsenzveranstaltungen können derzeit digital realisiert werden. Dies zeigt, dass Volkshochschulen gemäß ihres öffentlichen Auftrags, Bildung für alle zu ermöglichen, als Orte physischer Begegnung und des sozialen Lernens unerlässlich sind.

Unabhängig von Sofortmaßnahmen, um die Einnahmeverluste auszugleichen, hält der Volkshochschulverband am Fernziel der Allgemeinen Weiterbildung fest, welches die Förderung der Arbeit der Volkshochschulen durch das Land zu einem Drittel fordert. Der vhs-Verband verlässt sich darauf, dass sich auch die zukünftige Landesregierung an diese Vereinbarung hält, die in der Vereinbarung „GEMEINSAM.FÜR.WEITERBILDUNG.“ verankert ist.  

Zum Volkshochschulverband Baden-Württemberg gehören 168 Volkshochschulen mit über 650 Außenstellen. Die Einrichtungen vor Ort bieten ein flächendeckendes Netz an vielfältigen Angeboten zur Allgemeinbildung, einschließlich der Bildung für nachhaltige Entwicklung, zur Gesundheitsbildung, in den Sprachen, zum Thema Integration und zur beruflichen Qualifizierung sowie in der Alphabetisierung und Grundbildung. Informationen über die Arbeitsfelder der Volkshochschulen finden Sie auf der Homepage des Volkshochschulverbandes Baden-Württemberg: www.vhs-bw.de.

Kontakt: Stefanie Dengler, Pressestelle, Volkshochschulverband Baden-Württemberg, Raiffeisenstraße 14, 70771 Leinfelden-Echterdingen, Telefon: (07 11) 7 59 00 44, E-Mail: dengler@vhs-bw.de

 

>>> Die online-Kurse der VHS Unterland finden Sie hier: www.vhs-unterland.de/online-angebote

"Bildung dient nicht nur dem reinen Erkenntnisgewinn, sondern fördert gleichermaßen die eigene Veränderungs- und Entscheidungsfähigkeit. Diese Fähigkeiten sind Voraussetzung, um mit der Ungewissheit der Zukunft umgehen zu können – und daher insbesondere in Krisenzeiten wie der derzeitigen COVID-19-Pandemie von großer Bedeutung.", so Dr. Hermann Huba.

Der im Dezember 2020 verstorbene Direktor des VHS-Verbands Baden-Württemberg verfasste noch im Sommer 2020 einen Beitrag zum Thema „Krisenzeiten sind Bildungszeiten“ für die Zeitschrift „Weiterbildung“. Der Beitrag wurde posthum veröffentlicht: www.vhs-bw.de/wb_0121_10-13.pdf


Frau Britta Kreß, die die Außenstelle von 2012 bis 2018 und dann nochmals seit September 2020 geleitet hat, ist zum Ende Januar 2021 aus unserem Team ausgeschieden, um wieder in ihren Hauptberuf zurückzukehren. Wir danken ihr ganz herzlich für die immer zuverlässige Arbeit für unsere VHS und wünschen ihr für die Zukunft alles Gute!

Frau Britta Scheer übernimmt die Nachfolge. Wir begrüßen Frau Scheer ganz herzlich neu in unserem VHS-Team! Frau Scheer kommt aus der Region, wohnt in Hardthausen und ist dort durch ihre Kinder und ihre großes ehrenamtliches Engagement bereits gut vernetzt, was ihr sicher für die Stelle als VHS-Außenstellenleiterin zugute kommen wird. Sie freut sich auf die neue Aufgabe, bei der wir ihr alles Gute und viel Erfolg wünschen trotz der schwierigen Corona-Lage. Ein herzliches Willkommen im Team der VHS Unterland!

Sie alle bitten wir, Ihrer VHS am Ort die Treue zu halten!

Wissen, wollen, wandeln
Jetzt für VHS-Kurs „klimafit“ 2021 anmelden und das „Klima vor der Haustür“ schützen

Berlin, 18. Januar 2021: An den Küsten steigt der Meeresspiegel, vielerorts nehmen Dürren und Wetterextreme zu und im Süden häufen sich die Hitzetage. Die Klimakrise ist ein globales Problem, das sich regional ganz unterschiedlich auswirkt. Was das für die eigene Kommune bedeutet, wie sich jede:r in seiner Kommune für den Klimaschutz einsetzen und was jede*r selber tun kann, lernen Interessierte im VHS-Kurs „klimafit – Klimawandel vor der Haustür! Was kann ich tun?“. Ab Februar 2021 finden die vom WWF Deutschland und dem Helmholtz-Verbund Regionale Klimaänderungen und Mensch (REKLM) entwickelten Kurse an 73 VHS-Standorten in Deutschland statt.

„Klimaschutz ist Gemeinschaftsaufgabe. Sie braucht politische Leitplanken und innovative Unternehmen. Vor allem braucht sie aber engagierte Bürgerinnen und Bürger, die die Maßnahmen zum Klimaschutz unterstützen. Es sind die Menschen vor Ort, die den Wandel zu einer nachhaltigen Gesellschaft antreiben und andere motivieren, mitzumachen“, erklärt Bettina Münch-Epple, Leiterin der WWF-Bildungsabteilung. „Das stärkt den Dialog zwischen Kommunen, Wissenschaft und Zivilgesellschaft, der notwendig ist, damit wir die Ziele des Pariser Abkommens erreichen“, ergänzt Dr. Klaus Grosfeld, Geschäftsführer von REKLIM.

An sechs Kursabenden von Ende Februar bis Mai 2021 lernen die Kursteilnehmenden, welche Ursachen und Folgen die Klimakrise hat, welches die Treiber sind, wie das Klimaschutz- und Klimaanpassungskonzept ihrer Kommune aussieht. Dabei haben sie die Möglichkeit, vor Ort oder digital mit führenden Klimawissenschaftler:innen, regionalen und lokalen Expert:innen und Initiativen zu sprechen. Nach erfolgreicher Teilnahme erhalten sie ihr „klimafit“-Zertifikat, das sie als Multiplikator:innen für den kommunalen Klimaschutz auszeichnet.

Der Fortbildungskurs richtet sich an alle engagierten Bürger:innen, die mithelfen möchten, ihre Städte und Gemeinden klimafreundlich zu gestalten. Damit beginnen die Teilnehmenden bereits im Kurs: Die „klimafit-Challenge“ zeigt, wie jede:r mit kleinen Verhaltensänderungen etwa beim Essen, Heizen und unterwegs CO2 - Emissionen einsparen kann. „Im vergangenen Jahr senkten die Teilnehmenden im Kurszeitraum ihre Emissionen ohne viel Aufwand um insgesamt 4,3 Tonnen CO2. Das zeigt, dass kleine Änderungen in unserem Alltag einengroßen Unterschied für unseren Fußabdruck auf dem Planeten machen“, sagt Bettina Münch- Epple.

Hintergrund:
Den Volkshochschulkurs „klimafit“ haben der WWF Deutschland und der Helmholtz- Verbund „Regionale Klimaänderungen und Mensch" (REKLIM) 2017 gemeinsam entwickelt.
Lokale Klimaschutzverantwortliche, Vertreter:innen von lokalen Initiativen und Wissenschaftler:innen unterstützen die Kurse an den Volkshochschulen mit Fachbeiträgen.
Gefördert wird das Angebot von der Klaus Tschira Stiftung und der Robert Bosch Stiftung. Regional wird es von der Postcode Lotterie unterstützt. Eine Übersichtskarte mit allen teilnehmenden Volkshochschulen finden Sie hier.


Weitere Informationen:
Doreen Kolonko, Pressestelle WWF, Tel.: 030-311 777 971, doreen.kolonko@wwf.de

Anmeldung zum Kurs bei der VHS Unterland 

Flyer zum Kurs

Wie es dazu kam:

Wie die Heilbronner Stimme am 28.10. berichtete, hat der Gemeinderat der Stadt Beilstein in seiner Sitzung am 20.10.2020 den Beschluss gefasst, die Selbständigkeit der VHS Beilstein aufzugeben und sich der VHS Unterland anzuschließen. Inzwischen beantragte die Stadt Beilstein die Aufnahme in den Zweckverband VHS Unterland zum 01.01.2022, und die Verbandsversammlung der VHS Unterland hat am 18.11.2020 einstimmig positiv über diesen Antrag beschlossen. Ab 2022 ist Beilstein dann die 37. Mitgliedskommune.


Was heißt das für die Volkshochschule in Beilstein?

Im Jahr 2021 bleibt zunächst alles beim Alten: Frau Susanne Kohler wird in bewährter Weise die VHS Beilstein leiten, bis zu ihrem Eintritt in den Ruhestand zum Jahreswechsel 2021/2022.

Ab 2022 heißt es dann „VHS Unterland in Beilstein“. Im Zuge der Eingliederung von Beilstein in die VHS Unterland wird im Laufe des Jahres 2021 eine Außenstellenleitung gesucht, die zum Zwecke der Einarbeitung eine Übergangszeit mit Frau Kohler haben wird. Getreu dem Motto der VHS Unterland – „am besten am Ort“ – finden die VHS-Kurse auch ab 2022 selbstverständlich weiterhin in Beilstein statt. Die neue Außenstellenleitung wird diese Kurse planen und betreuen und als Ansprechpartner*in zur Verfügung stehen. Sie wird vom Zweckverband VHS Unterland im Benehmen mit der Stadt eingestellt, und sollte nach Möglichkeit am Ort wohnen, um eine optimale Kursbetreuung zu gewährleisten. Bei der Programmgestaltung handelt sie im Rahmen der Vorgaben des Zweckverbands und zugleich orientiert am Bedarf der Stadt Beilstein und ihrer Bürger*innen.


Welche Vorteile bietet der Beitritt?

  • Kontinuität des Bewährten: Die sehr erfolgreiche Arbeit von Frau Kohler kann fortgesetzt werden, die Dozent*innen und Teilnehmer*innen können weiterhin an einem VHS-Weiterbildungszentrum vor Ort mitwirken und davon profitieren.
  • Qualitätszertifikat und umfassendes Weiterbildungsangebot: Beilstein tritt einem zertifizierten Zweckverband mit einem alle Programmbereiche umfassenden Weiterbildungsangebot bei: Das Programm der VHS Unterland mit über 2.000 Kursen pro Semester reicht von allgemeinbildenden und kulturellen Angeboten, über die gesundheitliche und sprachliche Weiterbildung, bis hin zu IT-Kursen und der beruflichen Bildung. Damit werden auch die Anforderungen aus dem Weiterbildungsgesetz und dem VHS-Landesverband erfüllt.
  • Synergieeffekte: Die Abbuchung von Teilnehmerentgelten, die Überweisung von Dozentenhonoraren, die Abrechnung von Landeszuschüssen, die jährlich zu erstellende Statistik, u.v.m. werden zentral von der Geschäftsstelle der VHS Unterland mit Sitz in Heilbronn vorgenommen. Dadurch können diese Prozesse noch effizienter bearbeitet werden.
  • Modernität: Die VHS Unterland veröffentlicht ihr Kursangebot in einem semesterweise erscheinenden Programmheft und auf der Internetseite www.vhs-unterland.de in modernem Erscheinungsbild mit der Möglichkeit, Kurse direkt online zu buchen, einem Teilnehmer- und Dozenten-Login etc. So finden VHS-Interessierte eine bedienerfreundliche Oberfläche vor.


Infos zur VHS Beilstein:

Das aktuelle Angebot in Beilstein umfasst gleichermaßen Kurse für die ältere wie auch die jüngere Zielgruppe. Sprachkurse, Kurse zur Förderung der Kreativität und des handwerklichen Geschicks werden genauso angeboten wie Kurse zur Gesundheitsförderung und Prävention. Viele weitere Angebote runden das Kursprogramm ab. Das hohe Niveau der Bildungsangebote wird durch gut geschulte Dozentinnen und Dozenten gewährleistet. Ein Blick in das aktuelle Semesterheft lohnt sich allemal. Alle Infos zur VHS Beilstein.


Foto:

Verbandsvorsitzender Thomas Csaszar (li.) und VHS-Direktorin Loana Huth (re.) heißen Beilsteins Bürgermeister Patrick Holl in der VHS Unterland willkommen.

Generationenwechsel: In Cleebronn wurde Rose Oehler verabschiedet und ihre Nachfolgerin Astrid Scherer begrüßt. Frau Oehler hat 20 Jahre lang mit viel Herz und Engagement die VHS-Außenstelle geleitet. Gewürdigt wurde sie von der VHS-Leitung und der Gemeinde. Dozent*innen, Kolleg*innen und Weggefährt*innen kamen zur Feier, die coronabedingt zunächst verschoben werden musste und nun in kleinerem Rahmen am 28.10. nachgeholt werden konnte. Als Nachfolgerin offiziell begrüßt wurde Frau Scherer, die seit Mitte März die Verantwortung für die VHS Unterland in Cleebronn übernommen hat. 

Lesen Sie hier einen interessanten Artikel aus der Heilbronner Stimme vom 19.11.2020: Astrid Scherer ist trotz aller Einschränkungen hochmotiviert

Foto: VHS-Direktorin Loana Huth überreichte Blumen an die ausscheidende Außenstellenleiterin Rose Oehler und die neue Außenstellenleiterin Astrid Scherer

Die Menschen müssen zu Hause bleiben, und die Weiterbildung kommt digital zu ihnen“ - so VHS-Direktorin Loana Huth. Lesen Sie im Artikel der Heilbronner Stimme, wie die Volkshochschulen die Corona-Zwangspause mit digitalen Angeboten füllen:
"Digitalisiert statt infiziert"

18 Jahre lang stand Brackenheims Bürgermeister Rolf Kieser als Zweckverbandsvorsitzende an der Spitze der VHS Unterland. Zum 29.02.2020 ist er aus seinem Bürgermeisteramt ausgeschieden. Satzungsgemäß endete damit zugleich seine Tätigkeit als Verbandsvorsitzender. Die deshalb erforderlichen Wahlen im Rahmen einer außerordentlichen Verbandsversammlung brachten folgendes Ergebnis: Neuer VHS-Verbandsvorsitzender ab 01.03.2020 ist Brackenheims neuer Bürgermeister Thomas Csaszar. Sein Stellvertreter ist Bürgermeister Michael Folk, Offenau.

Wir danken Rolf Kieser, BM a.D., sehr herzlich für seine Tätigkeit, die er mit viel Herzblut, Klugheit, Elan, Bedacht und Energie geleistet hat. Auf die Zusammenarbeit mit BM Thomas Csaszar und BM Folk freuen wir uns sehr!

Frau Elisabeth Asche ist als Interims-Direktorin verabschiedet worden, und Frau Loana Huth nach gut einjähriger Elternzeit zurückgekehrt.

Presseartikel der Heilbronner Stimme: „Vom Saulus zum Paulus“

„Freiheit und ich“ lautete der Titel der Ausstellung der Nemetschek-Stiftung, die im Rathaus in Gundelsheim zu sehen war. „Freiheit und ich“ war auch das Thema des Konzertabends mit Sergio Vesely am Donnerstag, 20. Februar 2020.

Bereits in ihrer Begrüßung warf Bürgermeisterin Heike Schockatz die Frage auf, ob wir bereits zu verwöhnt sind und die Freiheit, die wir haben schon gar nicht mehr zu schätzen wissen. Im Anschluss daran eröffnete Sergio Vesely, der gebürtig aus Chile stammt und dort während seiner Haft unter der Militärdiktatur zum Liedermacher wurde, den Abend mit einem Gedicht von Nelson Mandelas

„Frei zu sein bedeutet nicht nur, seine eigenen Fesseln zu lösen, sondern ein Leben zu führen, das auch die Freiheit anderer respektiert und fördert.“.

In zahlreichen Liedern beschreibt Vesely seine persönliche Freiheit und seine Geschichte. Seine Musik ist mal mitreißend und gut gelaunt, mal melancholisch und nachdenklich. Im Rahmen des Konzertabends erhalten auch die Teilnehmenden des Lehrgangs „Bildungsjahr für erwachsene Flüchtlinge (BEF Alpha)“ die Möglichkeit ihre Sicht auf Freiheit zu teilen. Für sie ist Freiheit die Möglichkeit zu reisen, ihre Religion auszuleben, die eigene Muttersprache ohne Angst zu sprechen und alleine das Haus verlassen zu können.

Der Konzertabend in Gundelsheim bewegt und regt zum Nachdenken an. Ein Abend, der den Zuhörer/innen sicherlich noch lange im Gedächtnis bleiben wird.

 

Bild:  Peter Lahr, freier Journalist

Die drei größten Volkshochschulen im Raum Heilbronn arbeiten bei Ihrem neuesten Projekt zusammen. Gemeinsam bieten die VHS Heilbronn, die VHS Unterland und die VHS Neckarsulm ein Programmheft voll mit Kursen zur beruflichen Weiterbildung.

Hier der vollständige Artikel der Heilbronner Stimme.

 

Ein volles Haus begrüßt Claudia Majores, Außenstellenleiterin in Untereisesheim, im Namen der VHS Unterland an diesem Abend in der Frankenhalle. Sie erzählt, wie sie selbst durch Nadine Schubert inspiriert wurde. Seit sie sich mit dem Blog und den Büchern von Nadine Schubert informiert hat, versucht sie selbst im Alltag Plastik zu reduzieren. Außerdem ist Claudia Majores verantwortlich für die Einführung der Kampagne „Plastikfrei einkaufen“ in Untereisesheim. Unterstützt wurde sie dabei von allen Untereisesheimer Einzelhändlern und dem Bürgermeister, Bernd Bordon.

„Dass ich über das Thema Plastik gestolpert bin war eigentlich ein Unfall“, berichtet Nadine Schubert im Anschluss an die Begrüßung. Ihr eigener Weg zu plastikfreiem Leben begann 2013 mit einem Fernsehbeitrag über Plastikmüll. Sofort stand für sie fest, dass sie etwas ändern muss und entschied das auch gleich für ihre Familie mit. Sie startete den ersten deutschen Blog zum Thema „Besser leben ohne Plastik“ und schrieb seitdem 2 Bücher. Viele Tipps hat sie selbst damals von ihrer 90-jährigen Tante erhalten, zu deren Zeit es nur wenig Plastik gab. Viel hat sie sich selbst als Alternativen gesucht. Für die Zuhörer/innen hat sie an diesem Abend einige Tipps und Rezepte im Gepäck, die sie mit viel Humor teilt. Dass beispielsweise der Backofen der beste Brotkasten ist, wenn man beim Vorheizen daran denkt es herauszunehmen, erzählt sie mit einem Grinsen.  

„Glas statt Plastik, lose statt verpackt, Seife statt Duschgel und verweigern statt verzichten“ ist auf ihrer Folie zu lesen. Nadine Schubert nennt zahlreiche Beispiele: Milch in Glasflaschen, Quark im Glas, Obst in Baumwollnetzten, Brot im Baumwollbrotbeutel, Seife für Haare, Hände und Körper. Am wichtigsten aber ist ihr der letzte Punkt, denn sie sagt: Sie verzichtet auf nichts, sie entscheidet sich nur bewusst gegen Plastik. Gummibärchen gibt es bei ihr eben aus dem Gummibärchenladen im Glas, Toilettenpapier wird im Jahresvorrat bestellt, Frischkäse wird selbst gemacht und als Nebenprodukt entsteht dabei auch gleich noch die Grundlage für den selbstgemachten Badreiniger.

Auf der letzten Folie ist zu lesen: „Es ist nicht wichtig, womit man anfängt, sondern dass man anfängt.“ Nadine Schubert brennt für das Thema und das kommt auch beim Publikum an.

Helden ohne Hass - Bewegender Abend im ehemaligen Parteiheim der NSDAP

"Ich werde Sie nicht langweilen" verspricht Tim Pröse vorab. In der Baukelter in Weinsberg, dem ehemaligen Parteiheim der NSDAP, las er am Donnerstag, den 14. März aus seinem Buch "Jahrhundertzeugen". Ein voller Saal und doch eine intime Lesung. Die Kooperation zwischen der VHS Unterland, der Stadtbücherei Weinsberg und dem Justinus-Kerner-Gymnasium Weinsberg hat viele junge Gesichter in die Baukelter gelockt. Und die will der Autor erreichen, die spricht er an: "nicht wegen Hitler, sondern wegen der Helden, denen Ihr Eure Freiheit zu verdanken habt!"

Mit brüchiger Stimme erzählt er von seinen Gesprächen mit Inge Scholl, der Schwester von Hans und Sophie Scholl. Von der Atmosphäre auf dem Friedhof bei der Beisetzung der Geschwister Scholl, von dem Lorbeerkranz auf deren Grab. "Stellen Sie sich das vor! Ein Lorbeerkranz auf dem Grab von Verrätern. Was für ein Zeichen!" Er erzählt von Sophie Scholl, die sich hätte retten können, wenn sie sich von ihren Prinzipien und ihrem Bruder distanzieren hätte. Die auf ihrem letzten Gang zur Hinrichtung von der Mutter "Bredle" zugesteckt bekam. Im Angesicht des Todes tröstete sie ihre Mutter: "Ach Mutter, die paar Jährle, bis wir uns wiedersehen." Die jungen Leute, die nach ihnen kommen würden, die sollten aufgerüttelt werden, das war ihr Trost. Und das Publikum, jung wie alt, ist aufgerüttelt, bewegt und berührt.

 

18 Zeitzeugen hat Tim Pröse interviewt. Zum Beispiel den Soldaten Kurt Keller, der am D-Day gegen die Amerikaner kämpfte. Mit dem Autor kehrt er zum ersten Mal zurück in die Normandie und beschreibt das Unbeschreibliche. "Gott mit uns" stand auf der Schnalle seiner Wehrmachtsuniform. „Aber das war nur eine Lüge von Hitler.“ Er desertierte. Kaum ein Auge bleibt trocken bei den intensiven Schilderungen des Autors.

Auf die Frage, warum Sie nicht zurück gehasst haben, antworteten fast alle, die der Autor befragte und begleitete, so oder ähnlich: "Wenn wir zurück hassen würden, hätte Hitler doch noch gewonnen." Dies macht das Buch und den Abend zu einem Aufruf gegen den Hass: "Lasst euch nicht vom Hass anderer instrumentalisieren!" Als er das Buch schrieb, wusste er nicht, dass das Thema so aktuell werden würde. Und auch, wenn die Zeitzeugen sorgenvoll in die Zukunft blicken, können die Helden von damals auch in unserer Zeit Vorbilder sein.

Ob er etwas fürs Leben gelernt habe, möchte eine Schülerin wissen. Das hat er. Erinnern ist wichtig und es ist keine Frage der Schuld: „Ihr müsst euch nicht schuldig fühlen!“

Gut, dass Herr Pröse kein Latinum hatte und daher Autor werden musste, statt Geschichtslehrer. Das Buch und die Auswahl der interviewten Menschen war Herzenssache ¬ und das merkt man.

Volkshochschule Unterland im Landkreis Heilbronn

Allee 40 | 74072 Heilbronn
Tel: 07131 5940-0
Fax: 07131 5940-199
E-Mail: info@vhs-unterland.de

Öffnungszeiten Geschäftsstelle
Montag – Freitag von 9.00 – 12.00 Uhr

INFO: Aufgrund von Corona sind wir eingeschränkt
persönlich in der Geschäftsstelle oder den Außenstellen zu erreichen.

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